Unsere Geschichte in Michendorf

Die Geschichte endet nicht mit uns. (Sokrates)

Unsere Geschichte

13. bis 17. Jahrhundert

1375 erste Erwähnung im Landbuch Kaiser Karls IV.
1618 - 48 Verwüstung im 30jährigen Krieg
1697 Wiederbesiedlung durch Georg Jöche mit weiteren fünf Bauern
1743 die durch ein Unwetter vernichtete Holzkirche wird durch eine Fachwerkkirche ersetzt; Errichtung des Laubengangstalls auf dem Sydowschen Bauernhof

18. bis 19. Jahrhundert

1879 Inbetriebnahme der Wetzlarer Eisenbahn mit einem Haltepunkt in Michendorf
1880 bedeutender Fund von Münzen aus dem 12. Jahrhundert auf dem Wolkenberg weist auf slawische sowie germanische Besiedlung hin
1890 der Müller Heinrich Weber baut als Ersatz für die abgebrannte Mühle auf dem Wolkenberg eine massive Holländer-Mühle
1912 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1920 / 30er Jahre zunehmender Kraftfahrzeugverkehr auf der Reichsstraße 2 führt zum Struktur-wandel des Obstbauerndorfes. An der Potsdamer Straße siedeln sich
70 % aller Geschäfte und Dienstleister an. Die Bevölkerung wächst von 539 (1895) über 1.400 (1925) auf 2.600 Einwohner (1939)
1927 Bauparzellierung in den umliegenden Waldgebieten für die Ortsteile Willichslust (Michendorf-Nord) und Peschlow-Siedlung (Michendorf-West)
1928 Michendorf erhält eine Selbstwählortsvermittlungsstelle, auch für Fernsprechteilnehmer der Orte Wilhelmshorst, Langerwisch, Wildenbruch und Fresdorf
1928 Baugewerkschaft errichtet „Volkshaus“ mit Bädern im Keller und großem Saal
1937 / 38 Bau der Autobahnraststätte im Landhausstil durch den Architekten F. Tamm
1938 Judenpogrom /Shoa: Laden des Geschäftsmanns Louis Scheidemann am Kreuzpunkt wird zwangsweise geschlossen; am Heideweg wird das Haus des
Hugo Mose durch Brandstiftung zerstört; das Kindersanatorium des Arztes Dr. Henry Levy-Jessel wird enteignet und von der NSDAP annektiert
1943 Eröffnung des Deutschen Lichtspiel-Theaters (Deli-Theater) im umgebauten Saal des Deutschen Hauses durch Franz Sowa
1944 in der ehemaligen Villa des ersten UFA-Direktors Grau auf dem Wolkenberg richten Dominikanerinnen ein Lazarett ein; später übernehmen sie die Pflege
behinderter Kinder (St.-Norbert-Haus)
1945 Bomben vernichten das Gasthaus „Am Bahnhof“; fünf Menschen sterben und umstehende Häuser werden stark beschädigt. In der Schmerberger Straße
brennt im April, von Brandbomben getroffen, eines der ältesten Gebäude mit Schilfdach, das ehemalige erste Gutshaus, ab
1946 Enteignung der „Hoch- und Tiefbau“ G. Dübener durch Sowjetische Militäradministration; der Betrieb wird volkseigen („Kranbau“, später „Teltomat“)
1959 - 60 Zwangskollektivierung der örtlichen Bauernhöfe
1965 -70 Errichtung von Betriebsferienanlagen mit weit über hundert Ferienhäusern in Michendorf-West und eines kommunalen Campingplatzes am Lienewitzsee
1970er Jahre neue Betriebe entstehen nördlich der Caputher Chaussee
1996 / 97 Baubeginn der Wohnanlage Bahnstraße mit Grundschule und Kindertagesstätte
1998 Einweihung des Gemeindezentrums „Zum Apfelbaum“ nach Umbau

20. Jahrhundert

2000 - 625 Jahrfeier mit Umzug in Michendorf
2000 Eröffnung des Heimatmuseums in der alten Mühle auf dem Wolkenberg
2005 Fertigstellung der Umgehungsstraße B2
2005 - Michendorf wird Großgemeinde (gemeinsam mit den Gemeinden langerwisch, Wilhelmshorst, Stücken, Wildenbruch und Fresdorf
2007 Rekonstruktion und Erweiterung des Gymnasiums wird abgeschlossen
2008 Abriss der historischen Autobahnraststätte Michendorf-Süd
2010 durch Umbau des Saales im „Volkshaus“ entsteht unter Leitung von Siegfried Patzer ein privates Theater „Die kleine Bühne“
2011 am Gemeindezentrum „Zum Apfelbaum“ wird eine neue Kegelbahn entsprechend internationaler Wettkampfnormen erbaut
2012 eine neue 4-Bahn-Kegelanlage wird fertig gestellt und übergeben.
2018 20 Jahre Heimatmuseum „Alte Mühle“ auf dem Wolkenberg
90-jähriges Jubiläum zur Eröffnung des Volkshauses Michendorf.

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